Berlin (ddp). SPD-Vorstandsmitglied Niels Annen unterstützt den Aufruf des designierten SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel für einen neuen Führungsstil in der Partei. Viele Entscheidungen in der SPD seien in den vergangenen Jahren von einer immer kleineren Gruppe von Menschen vorbereitet worden, sagte er am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. Das hänge damit zusammen, dass die SPD in schwierigen Zeiten regiert habe. Es gebe eine «mediale Logik», die offene politische Debatten kaum noch zulasse. Jede Diskussion, ob im Bundesvorstand der SPD oder in der Fraktion, sei immer gleich zu einer Frage der Geschlossenheit geworden. Die SPD müsse sich nun ein Stück ihrer Souveränität als demokratische Volkspartei zurückerarbeiten. Diesen Artikel weiter lesen
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Die Wähler, die bei der jüngsten Bundestagswahl keine oder eine andere Partei gewählt hätten, hätten der SPD eine klare Botschaft mitgegeben. «Und die SPD muss doch deutlich machen: Wir haben diese Botschaft verstanden», sagte Annen. Man könne nicht leugnen, dass sich die SPD in einer «extrem schwierigen» Situation befinde. «Die Sozialdemokratie kann jetzt nicht vier Jahre in Gruppentherapie gehen, aber wir müssen uns ein bisschen Zeit nehmen für uns selber», forderte Annen. «Eine Partei, die auch ihren Stolz hat, die muss ein solch katastrophales Wahlergebnis erst einmal verarbeiten. Das geht nicht von heute auf morgen.»
(ddp)




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