Berlin/München (ddp). CSU-Chef Horst Seehofer wendet sich gegen Spekulationen über eine mögliche ernsthafte Erkrankung. Der bayerische Ministerpräsident sagte am Donnerstag in Berlin, er habe irgendwo gelesen, dass er einen Schwächeanfall gehabt habe. Seehofer fügte hinzu: «Ich sage nur vorsichtshalber: Lüge, glatte Lüge.» Diesen Artikel weiter lesen
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Ein Sprecher der bayerischen Staatskanzlei betonte: «Der Ministerpräsident hatte in der vergangenen Woche einen saisonalen grippalen Infekt, der zwischenzeitlich abgeklungen ist.» Berichte über einen Schwächeanfall Seehofers und angeblich verschlechterte Herzwerte seien «frei erfundener Quatsch».
Die «Bild»-Zeitung (Donnerstagausgabe) hatte zuvor geschrieben, aus der Staatskanzlei sei das «Gerücht» gedrungen, Seehofer habe kürzlich am Schreibtisch einen Schwächeanfall erlitten. Ferner steht in dem Artikel: «Parteifreunde sorgen sich nicht nur um sein politisches Schicksal, sondern auch um seine angegriffene Gesundheit: Seehofers Herzwerte seien wieder schlechter geworden, heißt es sorgenvoll.»
CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt verneinte derweil im ZDF die Frage, ob ein Putsch gegen Seehofer wegen des Debakels bei der Bundestagswahl drohe: «Nein, gar nicht.» Man verhandele gerade in Berlin bei den schwarz-gelben Koalitionsgesprächen «hart» für bayerische Interessen - und er habe das Gefühl, dass in dem Koalitionsvertrag «wesentlich mehr CSU und mehr Horst Seehofer» stehen werde, «als momentan der ein oder andere erwartet». Der CSU-Sozialexperte Konrad Kobler sagte im Bayerischen Rundfunk: «Ich sehe zu Seehofer keine Alternative.»
(ddp)




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