Bremen (ddp-nrd). Wegen drohender Entlassungen und der Schließung des Standorts Bremen haben am Donnerstag rund 400 Mitarbeiter des Technologie-Unternehmens mdexx zeitweise die Arbeit niedergelegt. Wie der Bevollmächtigte der IG Metall Bremen, Dieter Reinken, auf ddp-Anfrage sagte, begann der Warnstreik mit Beginn der Frühschicht. Vor dem Unternehmenssitz fand eine Kundgebung statt. Die Spätschicht sollte ebenfalls ihre Arbeit nicht aufnehmen. Diesen Artikel weiter lesen
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Die Mitarbeiter protestieren gegen Pläne der Geschäftsleitung, die Produktion der Industrie-Transformatoren nach Tschechien zu verlagern. Rund 250 Mitarbeitern droht damit die Kündigung. Zudem würde der Standort Bremen ohne das Transformatoren-Geschäft laut Betriebsrat seine wirtschaftliche Grundlage verlieren. Die IG Metall fordert einen Sozialtarifvertrag für die Mitarbeiter, der die Folgen einer Schließung sozial abfedern soll. Die Unternehmensleitung lehnt dies ab. Den geplanten Stellenabbau begründet die Arbeitgeberseite mit zurückgehenden Aufträgen.
mdexx ist ein ehemaliges Tochterunternehmen von Siemens. Der Konzern hatte die Firma im Dezember an ein Investorenkonsortium verkauft. Neben Bremen unterhält mdexx ein großes Werk im tschechischen Trutnov sowie zwei kleinere Produktionsstätten in China. Das Unternehmen stellt Transformatoren, Stromversorgungen, Drosseln, Filter und Ventilatoren für den industriellen Einsatz her. Hauptabnehmer ist der Maschinenbau, der derzeit in einer tiefen Krise steckt.
(ddp)




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