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Bankenrettung kostet Bund 2008 mehr als drei Milliarden Euro

Wiesbaden (ddp). Die Stabilisierung des Finanzsektors hat den Bund 2008 mehr als drei Milliarden Euro gekostet. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, haben die vom Staat vorgenommenen Stabilisierungsmaßnahmen zugunsten von Finanzinstituten den staatlichen Finanzierungssaldo in Abgrenzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen mit 3,3 Milliarden Euro belastet. Diesen Artikel weiter lesen

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Für staatliche Stützungsmaßnahmen durch Kapitalspritzen sind rund 2,2 Milliarden Euro ausgegeben worden. Der Ausgleich für wertgeminderte Aktiva schlug mit rund 1,5 Milliarden Euro zu Buche. Für seine Hilfen kassierte der Bund dagegen den Angaben zufolge 350 Millionen Euro, etwa aus Gebühren und empfangenen Vermögenstransfers wie der Beteiligungen privater Unternehmen an den Stützungsmaßnahmen.

Der Bruttoschuldenstand des Staates ist infolge der Hilfen 2008 nach den Berechnungen der Deutschen Bundesbank um 53,5 Milliarden Euro gestiegen. Diese sind nach europäischen Buchungsregeln dem Staat zuzuordnen. Dazu hätten die Verbindlichkeiten von Zweckgesellschaften mit rund 40 Milliarden Euro beigetragen. Die Kapitalhilfen für die IKB, der Commerzbank und der BayernLB hätten den staatlichen Bruttoschuldenstand gegenüber 2007 um rund 13,0 Milliarden Euro erhöht. Die hierfür erforderlichen Mittel seien vom Staat als Kredite aufgenommen worden.

Durch die staatlichen Stützungsmaßnahmen hat der Staat allerdings auch Aktiva in Form der von den Zweckgesellschaften gehaltenen Wertpapiere sowie der Eigenkapitalinstrumente, die von den Banken erworben wurden, erhalten. Der Gesamtwert dieser Aktiva belief sich nach Berechnungsmethoden der europäischen Statistikbehörde Eurostat auf 50,2 Milliarden Euro. Darüber hinaus ist der Staat den Angaben zufolge in der Finanzmarktkrise Bürgschaften in Höhe von 66,3 Milliarden Euro eingegangen.

(ddp)

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