Landau (ddp-rps). Die Wiederaufnahme des Probebetriebs im Landauer Geothermiewerk rückt näher. Das Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) stimmte der befristeten Wiederaufnahme grundsätzlich zu, wie Wirtschafts-Staatssekretär Alexander Schweitzer (SPD) am Mittwoch in Mainz mitteilte. Allerdings müssten dafür die strengeren Bedingungen eingehalten werden, die der Betreiberfirma auferlegt wurden. Der erneute Probebetrieb könne dann bis 31. März 2010 laufen. Die Bohrungen nach Erdwärme für das Kraftwerk waren vorläufig eingestellt worden, nachdem es im August und September bei Landau zwei leichte Erdbeben gegeben hatte. Diesen Artikel weiter lesen
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Die Betreiberfirma hatte am Dienstag mitgeteilt, dass sie mehrere der Bedingungen bereits erfüllt habe. So sei die Deckungssumme der Haftpflichtversicherung für das Kraftwerk von 20 Millionen auf 50 Millionen Euro für den Einzelfall erhöht worden. Zudem habe das Unternehmen ein zusätzliches Messnetz zur ständigen Überwachung der Schwingungen an der Erdoberfläche eingerichtet.
Die geforderte Anfertigung eines Geschwindigkeitsmodells zur Ermittlung von seismischen Untergrundverhältnissen steht demnach aber noch aus. Darüber hinaus werde auch der Betriebsdruck auf zunächst 45 bar begrenzt, wenn der Probebetrieb wieder aufgenommen werde, erläuterte Schweitzer.
Der Landauer Bürgermeister Thomas Hirsch äußerte sich stellvertretend für Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer (SPD) erfreut über die Entwicklung. «Der eingeschlagene Weg trägt den Sicherheitsinteressen der Bevölkerung Rechnung und ermöglicht zugleich, dass mit der Geothermie als vielversprechender Zukunftstechnologie der Energiegewinnung weitergearbeitet werden kann», sagte Hirsch.
(ddp)




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