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RBB zeigt Porträt vom «letzten Rabbiner» vor dem Holocaust

Berlin (ddp). Leo Trepp ist der letzte noch lebende Rabbiner aus Deutschland vor dem Holocaust. Der 96-Jährige sitzt im Rollstuhl, pendelt zwischen den USA und Deutschland und lehrt an der Universität. Der Journalist Christian Walther hat Trepp auf seinem Deutschlandbesuch im Sommer 2009 begleitet, wie der RBB am Mittwoch in Berlin mitteilte. Der Film «Der letzte Rabbiner - Die Geschichte des Leo Trepp» zeigt der Sender am Donnerstag. Diesen Artikel weiter lesen

1936 wurde Trepp nach dem Studium der Philosophie und der Philologie sowie dem Besuch des Rabbinerseminars in Berlin zum Rabbiner geweiht und anschließend Landesrabbiner von Oldenburg. Kurz nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er von den Nazis ins KZ Sachsenhausen verschleppt, konnte aber nach einer Intervention des britischen Ober-Rabbiners das KZ und kurz danach auch Deutschland verlassen.

Über England emigrierte er schließlich in die USA, wo er jahrzehntelang als Rabbiner und Professor tätig war. Deutschland aber ließ ihn nicht los. Schon in den 50er Jahren reiste er mit Studenten zurück in sein Heimatland. In Oldenburg engagierte er sich für ein Mahnmal, den Bau einer neuen Synagoge und die Wiederbelebung der jüdischen Gemeinde. Später nahm er Lehraufträge an und unterrichtet noch heute regelmäßig an der Universität seiner Geburtsstadt Mainz.

(ddp)

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