Dresden (ddp-lsc). Trotz sinkender Passagierzahlen bleibt das Angebot im Winterflugplan (25. Oktober bis 27. März 2010) des Dresdner Flughafens stabil. Wie die Flughafenverwaltung am Mittwoch mitteilte, werden jede Woche bis zu 241 Passagiermaschinen zu 50 Zielen in 13 Ländern abheben. Teilweise müssten die Reisenden allerdings an Drehkreuzen umsteigen. Umsteigefrei seien inklusive Leipzig/Halle nur 22 Städte ab Dresden zu erreichen. Vergangenen Winter standen bis zu 250 wöchentliche Verbindungen zu Zielen in zwölf Ländern im Dresdner Flugplan. Diesen Artikel weiter lesen
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Erhalten bleibt den Angaben zufolge ein dichtes Inlandsnetz mit acht Zielen, die von fünf Fluggesellschaften bedient werden. Allerdings verringerten sich die angebotenen Abflüge von 197 im vergangenen Winter auf 182. Wettbewerb gebe es weiterhin nur auf der Strecke zwischen Dresden und Düsseldorf, wo Lufthansa und Air Berlin in Konkurrenz unverändert wöchentlich 50 Verbindungen je Richtung anbieten. Lufthansa mit Linien zu den Drehkreuzen in Frankfurt/Main und München verringerten einzelne Frequenzen, unter anderem entfällt der erste Frühflug nach Frankfurt. Auch Germanwings mit den Zielen Köln/Bonn und Stuttgart streicht einzelne Flüge.
International werden Wien (teilweise über Leipzig/Halle), Zürich, Moskau und Warschau (mit Zwischenstopp in Zielona Gora/Grünberg) im Linienverkehr direkt bedient. Die russische Aeroflot optimiert die Flugzeiten und ermöglicht damit mehr innerrussische Anschlüsse in Moskau-Sheremetjewo. Zudem werde an Freitagen eine größere Maschine vom Typ Airbus A 320 eingesetzt, sagte Flughafensprecherin Petra Siebert. Die Auslastung der beiden wöchentlichen Moskau-Flüge liege zwischen gut 60 und knapp 80 Prozent.
Air Berlin steuert im Winter über ihre Drehkreuze in Palma de Mallorca und Nürnberg wieder zahlreiche Sonnenziele für Urlauber rund ums Mittelmeer sowie auf den Kanaren im Atlantik an. Neu im Winter sind Charterflüge ins zypriotische Larnaca (über Hamburg), die von Eurocypria jetzt ganzjährig angeboten werden. Spitzenreiter bei den Urlaubszielen mit sechs wöchentlichen Verbindungen ist das türkische Antalya, das von Sky Airlines und Sun Express angeflogen wird.
Die türkisch-deutsche Sun Express setze auf ihren Flügen dabei auch eine Boeing 757-200 mit 219 Plätzen ein, hieß es. Das ist derzeit die größte planmäßige Maschine in Dresden. Die kleinste regelmäßige Linienmaschine nach Warschau hat gerade einmal 18 Plätze. Wegen teilweise geringer Auslastung war die Warschau-Verbindung über Zielona Gora in den vergangenen Wochen häufig gestrichen worden. Innerpolnisch wird diese Linie subventioniert.
Die Passagierzahl in Dresden sank den Angaben zufolge von Januar bis September um 8,6 Prozent auf knapp 1,3 Millionen Reisende. «Die Entwicklung des Dresdner Flughafens ist eng an die wirtschaftliche Entwicklung der Region gekoppelt. Absatzprobleme im Maschinen- und Anlagenbau, aber auch der Halbleiterindustrie, werden sich in den Verkehrszahlen des Flughafens in diesem Jahr sichtbar niederschlagen», sagte Flughafengeschäftsführer Michael Hupe. Er gehe davon aus, dass beispielsweise «alleine die Insolvenz von Qimonda einen Rückgang von bis zu 10 000 Passagieren durch entfallene Dienstreisen und verminderte Nachfrage nach Urlaubsflügen» bis Jahresende verursachen wird.
Der Flughafen Dresden beschäftigt gut 200 Mitarbeiter, der Abfertiger Port Ground in Klotzsche mehr als 100. Ab Sommer 2010 soll es wieder Flüge ins kroatische Split geben. Die Croatia Airlines werde die Charterverbindung ab 1. Mai immer samstags mit einer Dash 8-400 anbieten, sagte Siebert. Diese Turboprop-Maschine bietet 76 Urlaubern Platz.
(ddp)




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