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Affenversuche an der Uni Bremen gehen vorerst weiter

Bremen (ddp-nrd). Die Universität Bremen darf ihre umstrittenen Affenversuche vorerst fortsetzen. Das entschied das Bremer Verwaltungsgericht am Montag in einem Eilverfahren. Die Universität hatte bei dem Gericht eine einstweilige Anordnung beantragt, mit der die Forschung bis zu einer endgültigen Entscheidung des Gerichts über die Ablehnung der Versuche durch die Bremer Gesundheitsbehörde fortgesetzt werden kann. Bis zu einer solchen Entscheidung darf nun nach der Entscheidung des Gerichts weiter geforscht werden. Diesen Artikel weiter lesen

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Die Richter begründeten ihre Entscheidung als «Ergebnis einer Interessenabwägung zugunsten des Antragsstellers». Entscheidend sei gewesen, dass eine Unterbrechung der Versuche zu «einem irreparablen Schaden der vom Institut für Hirnforschung betriebenen Grundlagenforschung führe», hieß es. Zudem beziehe sich die Universität auf die grundrechtlich verbürgte Wissenschafts- und Forschungsfreiheit, was dem Antrag «besonderes Gewicht» verleihe.

Die Bremer Gesundheitsbehörde hatte im August einen Antrag der Universität auf Fortführung der Versuche abgelehnt. Dagegen klagte die Universität und stellte gleichzeitig den Antrag auf einstweilige Anordnung. Eine Verhandlung zu der Ablehnung der Versuche soll nun nach Angaben des Verwaltungsgerichts im ersten Quartal 2010 stattfinden.

Der Streit um die Affenversuche an der Universität dauert bereits mehr als zehn Jahre an und hat bereits bundesweit für Aufsehen gesorgt. Seitdem forscht der Neurobiologe Andreas Kreiter an den Makaken-Affen. Nachdem die Behörde die Untersuchungen mehrfach genehmigt hatte, lehnte sie diese aufgrund des öffentlichen Drucks seit 2007 ab. Die Behörde stützt sich bei der Ablehnung unter anderem auf ein Gutachten des Forschers Jörg Luy, Leiter des Instituts für Tierschutz und Tierverhalten der FU Berlin.

Die Wissenschaftler wiederum sehen durch das Verbot ihre Freiheit auf Forschung gefährdet. Beim Thema Epilepsie-Forschung gibt es nach Aussage der Universität keine Alternative zu Tierversuchen. Zudem fürchtet Rektor Wilfried Müller um das Ansehen des Wissenschaftsstandorts Bremen.

(ddp)

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