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IW hält es für generelle Entwarnung in Finanzkrise noch für zu früh

Berlin (ddp). Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) gibt in der Finanzkrise noch keine generelle Entwarnung. Die größten Risiken lägen noch im aufkeimenden Protektionismus, einer drohenden Kreditklemme und Fehlfunktionen im Finanzierungsbereich der Unternehmen insbesondere durch fehlgesteuerte Banken, sagte IW-Direktor Michael Hüther am Montag in Berlin. Hinzu komme eine deutliche Verschlechterung der Ertragslage der Unternehmen, was deren Investitionen drücken könne. Diesen Artikel weiter lesen

Die Lage des deutschen Finanzsektors hält das IW immer noch für beunruhigend. Etliche Banken hätten Restrukturierungen angekündigt. Es sei zu befürchten, dass darunter auch die Kreditvergabe leide, sagte Hüther. Für problematisch hält der IW-Direktor auch, dass manche Staaten der Wirtschafts- und Finanzkrise mit verschärften Handelshemmnissen Herr werden wollen. «Für Deutschland ist eine solche Entwicklung bei einer Exportquote von 47 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gefährlich», warnte Hüther.

Generell hält das IW die Probleme nicht für so schlimm, dass eine große Depression wie in den 1930er Jahren zu befürchten sei. Prägnanter seien die Analogien zu Japan der 1990er Jahre, als man es dort versäumt habe, die ungesunden Strukturen in der Finanz- wie auch der Realwirtschaft rasch zu korrigieren und so Probleme verschleppt habe. Dies habe den Strukturwandel der japanischen Wirtschaft gehemmt und «könnte Deutschland in den nächsten Jahren auch passieren», sagte Hüther.

(ddp)

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