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Baugewerbe beklagt Rekordtiefstand beim Wohnungsbau

Landau (ddp). Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) hat von der neuen Bundesregierung schnelle finanzielle Hilfen zur Ankurbelung des eingebrochenen Wohnungsneubaus verlangt. Es gebe immer noch keinen angemessenen Ersatz für die 2006 abgeschaffte Eigenheimzulage, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Karl Robl, der Zeitung «Rheinpfalz am Sonntag» laut einem Vorabbericht. Der Wohnungsbau befinde sich inzwischen mit jährlich rund 156 000 neu fertiggestellten Wohnungen auf einem Rekordtiefstand. Der tatsächliche Bedarf liege bei über 400 000 im Jahr. In einigen Regionen gebe es bereits Wohnungsknappheit. Diesen Artikel weiter lesen

Robl schlug vor, das Baukindergeld wieder einzuführen, um jungen Familien die Möglichkeit für den Erwerb von Wohneigentum zu geben. Auch ein Optionsmodell sollte möglich sein, wonach Eigenkapital und Tilgungsleistungen für Baukredite zunächst steuerlich absetzbar seien, um später nachgelagert versteuert zu werden. Zugleich forderte Robl, künftig auch Abriss und Wiederaufbau von nicht mehr sanierungsfähigen Wohnungen finanziell zu fördern. Ebenso sollten die Abschreibungssätze für den Mietwohnungsbau von zwei auf vier Prozent verdoppelt werden. Im Gegensatz zur Abwrackprämie kämen diese Hilfen der inländischen Konjunktur zugute.

(ddp)

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