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Union und FDP erleichtern Zuwanderung ausländischer Fachkräfte

Osnabrück (ddp). Die schwarz-gelbe Koalition will die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte nach Deutschland erleichtern und die Pflicht zur Teilnahme an Integrationskursen deutlich erweitern. Das berichtet die «Neue Osnabrücker Zeitung» (Freitagausgabe) unter Berufung auf die Beschlüsse der Arbeitsgruppe Integration für den Koalitionsvertrag. Diesen Artikel weiter lesen

Die Unterhändler von Union und FDP haben sich demnach auf einen festen Kriterienkatalog geeinigt, um die Arbeitsmigration zu vereinfachen. Neben dem Bedarf einer Branche an Arbeitskräften sollen persönliche Kriterien wie Qualifikation, Sprachkenntnisse oder Herkunftsland darüber entscheiden, ob ein Ausländer eine Aufenthaltsgenehmigung erhält.

Ferner soll nach den Beschlüssen der Arbeitsgruppe die Pflicht zur Teilnahme an Integrationskursen für Migranten mit Sprachdefiziten deutlich erweitert werden. Statt wie bisher 600 Stunden Deutschkurse müssen sie künftig an 900 Kursstunden teilnehmen. Bis zu 300 weitere Stunden können freiwillig absolviert werden. Gleichzeitig sollen die Integrationskurse für Anbieter wie die Volkshochschulen lukrativer werden, indem der Staat ihnen pro Teilnehmer und Stunde 3,00 Euro statt wie bisher 2,35 Euro bezahlt.

Des weiteren sehen die Ergebnisse der Arbeitsgruppe vor, dass es für deutsche wie ausländische Kinder ab dem vierten Lebensjahr verbindliche Tests des Sprachstands geben soll. Sofern sich dabei Mängel zeigen, ist eine Pflicht zur Förderung vorgesehen. Eltern, die ihre Kinder nicht zu diesem Sprachunterricht schicken, müssten mit Sanktionen rechnen.

(ddp)

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