Landau (ddp-rps). Der Leiter des rheinland-pfälzischen Landesamtes für Geologie und Bergbau, Harald Ehses, geht davon aus, dass die beiden Erdbeben in Landau im August und September durch ein Geothermie-Kraftwerk am Rande der Stadt ausgelöst wurden. «Wir haben unsere Berechnungen von vier unabhängigen Instituten überprüfen lassen. Sie alle haben uns bestätigt, dass das Epizentrum in der Nähe des Kraftwerks liegt», sagte Ehles der Nachrichtenagentur ddp. Daher könnten andere Auslöser «nahezu ausgeschlossen» werden. Diesen Artikel weiter lesen
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Zwar hat die vom Land eingesetzte Expertenkommission noch kein endgültiges Ergebnis vorgelegt, aber nach Angaben verschiedener Forscher weisen sämtliche Daten darauf hin, dass das Kraftwerk die Beben ausgelöst haben könnte. Nach Ansicht von Ehles kann das Kraftwerk in Landau jedoch probeweise wieder angefahren werden, wenn auch unter höheren Auflagen.
So müsse der Wasserdruck künftig verringert werden, da ein zu hoher Druck das unterirdische Gestein zu stark in Bewegung versetzen könnte, was wiederum Beben auslösen könne. In diesem Zusammenhang weist Ehses darauf hin, dass kleinere Erdstöße, etwa im Ruhrgebiet und in anderen Regionen, infolge des Kohleabbaus seit Jahrzehnten immer wieder vorkämen.
(ddp)




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