Hamburg/Tübingen (ddp-bay). Der papstkritische Theologe Hans Küng macht Benedikt XVI. für eine Spaltung der katholischen Kirche verantwortlich. Ihn betrübe, dass Joseph Ratzinger, «den ich 1966 an die Universität Tübingen geholt habe, dass er nicht denselben Weg der Reform weitergegangen ist wie ich», sagte Küng dem Magazin «Stern» und betonte: «Dann hätten wir jetzt wahrscheinlich nicht diese Spaltung der katholischen Kirche in Ober- und Unterkirche.» Diesen Artikel weiter lesen
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Zugleich zeigte sich Küng überzeugt, «dass die gegenwärtige Politik des Vatikans ein Fiasko wird». Der Versuch, «die Kirche wieder ins Mittelalter zu zwingen», leere sie. «Man kann die alte Zeit nicht zurückholen», argumentierte der Tübinger Theologe. Benedikt XVI. spreche zuweilen «erstaunlich naiv» über Glaubensfragen: «Der Papst äußert sich manchmal vormodern und populistisch - aus seinem bayerisch-ländlichen Glauben heraus.»
(ddp)




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