Hamburg (ddp-nrd). Nach seiner Rückkehr von der Grönland-Expedition «Nordpoldämmerung» hat der Forscher und Abenteurer Arved Fuchs seine Reise als Neuanfang in der Polarforschung bezeichnet. «Wir stehen am Beginn eines neuen Zeitalters bedingt durch den Klimawandel», sagte Fuchs am Mittwoch in Hamburg. Schwerpunkte der Expedition waren die Problematik des Klimawandels sowie die Suche nach Spuren der Greely-Expedition von 1881 bis 1884. Fuchs war am Freitag von der viermonatigen Expedition zurückgekehrt. Diesen Artikel weiter lesen
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Die Reise hatte am 9. Juni in Hamburg begonnen und die Mannschaft auf dem Segelschiff «Dagmar Aaen» etwa 6000 Seemeilen über Island nach Nordwest-Grönland geführt. Ziel war es, sich bei den Einheimischen über die Folgen des Klimawandels in der Arktis zu informieren. Dort sei die Erderwärmung besonders zu spüren, sagte Fuchs. «Das solide mehrjährige Eis gibt es dort nicht mehr, lediglich ein dünnes einjähriges Eis.» Damit verkürze sich die Jagdsaison für die in der Arktis lebenden Menschen dramatisch.
Fuchs betonte, der Klimawandel habe eine große politische Brisanz, beispielsweise hinsichtlich territorialer Streitigkeiten. Die Politik müsse sich dieser Problematik bewusst werden, sagte Fuchs mit Blick auf die Ende des Jahres in Kopenhagen stattfindende internationale Klimakonferenz.
Darüber hinaus steuerte die Mannschaft die nördliche Insel Pim Island an, wo sie Relikte der Greely-Expedition fand, von deren 25 Teilnehmern nur sechs überlebten. Die historische Reise habe den Beginn der modernen Polarforschung dargestellt, sagte Fuchs. Der Ort mit den Überresten habe «etwas unglaublich Bedrückendes.» Man werde «von der Geschichte eingeholt».
Die «Dagmar Aaen» soll nun im grönländischen Upernavik überwintern. Dort werden Messungen des Meereises vorgenommen, deren Ergebnisse für die Verbesserung von Klimamodellen verwendet werden und in den nächsten Weltklimareport einfließen sollen.
(ddp)




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