Magdeburg (ddp-lsa). Die Grünen in Sachsen-Anhalt kritisieren Äußerungen des neuen Landesumweltministers Hermann Onko Aeikens (CDU) zur Gentechnik. Aeikens wolle scheinbar noch hinter die Standards seiner Amtsvorgängerin zurück, sagte Vorstandsmitglied Sebastian Striegel am Mittwoch in Magdeburg. Der Aufruf des Ministers zu einer »ideologiefreien Diskussion« über Gentechnik sei der Versuch, eine Technik in Deutschland salonfähig zu machen, die die Mehrheit der Verbraucher ablehne. Diesen Artikel weiter lesen
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Die Grünen reagierten damit auf Äußerungen Aeikens vom Dienstag. Dem Sender MDR Info hatte der Umweltminister gesagt: »Wir müssen das Thema freihalten von Ideologien und schauen, was sich in den übrigen Teilen der Welt tut.« Er verwies auf die Europäische Union, die gefragt sei, »realistische und praktikable Grenzwerte zu definieren«.
Aeikens Aufruf zur Schaffung »praktikabler Grenzwerte« auf EU-Ebene sei zurückzuweisen, sagte Striegel. »Die geltenden gesetzlichen Bestimmungen sind geeignet, die gentechnikfreie Landwirtschaft vor Verunreinigungen zu schützen.«
Die FDP zeigte sich hingegen erfreut «über das angekündigte pragmatischere Vorgehen des neuen Landwirtschaftsministers». Der agrarpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Johann Hauser, sagte, es sei schön, dass bei Fragen der Gentechnik das Landwirtschaftsministerium auf Aufklärung statt auf plumpe Angstkampagnen nach CSU-Manier setzen wolle.
(ddp)




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