München (ddp-bay). Der rasante Absturz der bayerischen Wirtschaft infolge der weltweiten Finanzkrise ist laut einer Umfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK) zu Ende. «Die weltweiten Konjunkturprogramme scheinen zu greifen, die Unternehmen atmen auf», sagte BIHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen am Dienstag in München. Das habe eine repräsentative Umfrage unter mehr als 3100 Unternehmen ergeben. Diesen Artikel weiter lesen
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«Von Entwarnung kann jedoch noch nicht die Rede sein, denn auf mittlere Sicht stehen unruhige Zeiten bevor», warnte Driessen. Nach wie vor lägen Kapazitätsauslastung und Erträge «am Boden». Zudem werde die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten steigen. Das aber bremse die Entwicklung auf dem Binnenmarkt und insbesondere den privaten Verbrauch. Gefahren lauerten auch in der Kreditversorgung der Wirtschaft sowie der steigenden Zahl von Unternehmensinsolvenzen.
Nach Ansicht Driessens ist die derzeitige Stabilisierung überwiegend auf die staatlichen Konjunkturprogramme zurückzuführen. Ein «selbsttragender Aufschwung» sei «nicht in Sicht». Um das zu ändern, müsse die Politik in erster Linie die Flexibilität des Arbeitsmarktes erhöhen. Die «restriktive Arbeitsmarktgesetzgebung» sei «eines der größten Investitionshindernisse in Deutschland». Ohne Investitionen entstünden jedoch kaum neue Stellen.
Den Kündigungsschutz zu lockern sei auch «alles andere als unsozial», unterstrich der BIHK-Chef.«Werden mehr Stellen frei, bieten sich auch mehr Möglichkeiten für Jobsuchende.»
(ddp)




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