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Bedrohter Fischotter offenbar in Hamburg wieder heimisch

Hamburg/Hankensbüttel (ddp-nrd). Der in Deutschland vom Aussterben bedrohte Fischotter wird offenbar in Hamburg wieder heimisch. Experten des niedersächsischen Otter-Zentrums hätten die Existenz des scheuen Raubtieres in den Randgebieten im Norden der Stadt nachgewiesen, sagte der Leiter des Zentrums, Mark Ehlers, am Freitag in Hankensbüttel (Kreis Gifhorn). Allerdings handle es sich wahrscheinlich um ein einzelnes Tier oder zumindest um sehr wenige Tiere. Diesen Artikel weiter lesen

Seit mehr als drei Jahren bemüht sich der Naturschutzverband aus Hankensbüttel den Angaben zufolge darum, die Lebensräume an den Gewässern zu verbessern und auf die bedrohliche Situation für den gefährdeten Wassermarder aufmerksam zu machen. Die größten Gefahren gehen laut Ehlers im Hamburger Gebiet von den Straßen aus, die Bäche kreuzen. Schon mehrfach sei ein Otter in der Metropolregion überfahren worden.

Da der Fischotter dämmerungs- und nachtaktiv und deshalb schwer zu Gesicht zu bekommen ist, bietet das Otter-Zentrum allen Hamburgern die Möglichkeit, den Fischotter und seine nahen Verwandten aus der Marderfamilie in einem natürlichen Umfeld zu beobachten. Dies ist im Naturerlebniszentrum südlich von Hamburg möglich. Die Aktion «Hamburg such den Marder» läuft noch bis zum 31. Oktober.

Dem Otter-Zentrum zufolge ist der Fischotter eines der seltensten heimischen Säugetiere und in weiten Teilen Deutschlands ausgestorben. Populationen finden sich nur noch in den neuen Bundesländern, im Osten Niedersachsens und Bayerns sowie in Teilen Schleswig-Holsteins.

(ddp)

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