Berlin (ddp). Der Präsident des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Instituts (HWWI), Thomas Straubhaar, lehnt eine Börsenumsatzsteuer ab. Anlässlich der Tagung von Weltbank und Weltwährungsfonds in Istanbul sagte Straubhaar am Montag im Deutschlandradio Kultur, es gebe klügere Wege, um die Banken an den Kosten der Finanzkrise zu beteiligen. Eine Verteuerung der Bankgeschäfte würde letztlich nur auf die Kunden abgewälzt werden. Diesen Artikel weiter lesen
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Straubhaar schlug vor, nicht die Geschäfte, sondern die Banken selbst zu besteuern, etwa indem Dividenden und Bankaktien stärker belastet würden.
Das Bewusstsein sei im Bankensektor groß genug, «dass etwas geändert werden muss», sagte Straubhaar. Regulierungen seien zwar angezeigt, um eine Wiederholung der Krise zu verhindern, man dürfe aber nicht über das Ziel hinausschießen. Der Volkswirt warnte davor, die Banken zu stark zu regulieren, weil das zu vermindertem Wachstum führe.
Es gebe gute Anzeichen, dass die Konjunktur wieder anziehe, sagte der Ökonom. Nächstes Jahr könne es ein globales Wachstum von zwei bis vier Prozent geben. Die generelle Wachstumsdynamik dürfte jedoch in den nächsten Jahren geringer werden.
(ddp)




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