Frankfurt/Main (ddp-hes). Die Vereinigung Cockpit (VC) hat am Montag gegen die EU-Flugzeitregelungen protestiert. Nach VC-Angaben verteilten am Morgen im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens zwischen 80 und 100 Piloten Handzettel an die Passagiere, um auf die aus ihrer Sicht unbefriedigenden Arbeitszeiten hinzuweisen. Die Piloten beteiligten sich damit an einem europaweiten Aktionstag für sichere Flugdienst- und Ruhezeiten. Diesen Artikel weiter lesen
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Die Fluggäste hätten die Aktion überwiegend begrüßt und ihr Verständnis bekundet, sagte ein VC-Sprecher. Nach rund einer Stunde wurden die Proteste vom Flughafenbetreiber aber unterbunden und die Piloten aus der Halle B verwiesen. «Die Aktion war nicht angemeldet», begründete ein Fraport-Sprecher das Vorgehen.
Die Pilotengewerkschaft Cockpit kritisiert die Untätigkeit der zuständigen EU-Behörde. Trotz eindeutiger medizinisch-wissenschaftlicher Belege, dass die heutigen EU-Regelungen zu Flugdienst- und Ruhezeiten eine gefährliche Übermüdung und Erschöpfung begünstigten, sträubten sich die zuständigen EU-Institutionen und europäischen Airlines gegen Anpassungen. Eine von der EU selbst in Auftrag gegebene Studie («Moebus-Report») liege bereits seit einem Jahr vor. Trotzdem verharre Brüssel unter dem Druck der Airlines in Passivität, moniert die Pilotengewerkschaft.
(ddp)




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