München (ddp-bay). Der bayerische Umweltminister und frühere CSU-Generalsekretär Markus Söder verlangt nach dem Debakel bei der Bundestagswahl eine Erneuerung der Partei. Söder schrieb in einem Beitrag für den «Münchner Merkur» (Freitagausgabe), viele CSU-Mitglieder seien verunsichert. Dies sei angesichts des Wahlergebnisses auch verständlich. Diesen Artikel weiter lesen
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Söder fügte hinzu, die CSU spreche «nicht mehr so die bayerische Mitte an wie früher». Er kritisierte: «Bayern hat sich verändert. Schon seit vielen Jahren. Die CSU jedoch ist weitgehend die gleiche geblieben.» Gesellschaftliche Strömungen seien «schneller, als Grundsatz- und Parteiprogramme es erlauben».
Söder mahnte: «Die Bayern denken heute in der Mehrheit freiheitlicher, unabhängiger und ökologischer.» Er wandte sich deshalb gegen Forderungen, dass die CSU sich nun vor allem auf ihre konservativen Wurzeln besinnen sollte. Die Partei müsse zwar «wertebewusst» sein, dürfe aber nicht «strukturkonservativ» erscheinen. Der Nürnberger CSU-Bezirkschef warnte: «Konzepte von gestern taugen wenig für die Probleme von morgen.»
(ddp)




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