Potsdam (ddp). Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) sieht die künftige schwarz-gelbe Koalition im Bund auch als Chance für die Union, wieder an Profil zu gewinnen. «Unser Profil hat in der großen Koalition aufgrund von Kompromissen gelitten», sagte Schönbohm der Nachrichtenagentur ddp. «Es ist uns nicht ausreichend gelungen, deutlich zu machen, wofür wir stehen», beklagte das frühere CDU-Präsidiumsmitglied. Auch müsse die Union diskutieren, warum es nicht gelungen sei, den Kanzlerbonus auf die Partei zu übertragen. Diesen Artikel weiter lesen
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In einer schwarz-gelben Koalition habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aber bessere Möglichkeiten, das Profil der Union darzustellen, sagte Schönbohm weiter. «Wir haben praktisch den Reset-Knopf gedruckt für die Union». Vergessen dürfe man aber nicht, dass die Union erstmals auch im Süden Deutschlands erheblich verloren habe. «Wir können nur stärker werden, wenn wir uns wieder mehr der traditionellen Wählerklientel widmen», mahnte Schönbohm.
Darauf werde es insbesondere bei der Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen ankommen. «Da wird es um alles gehen», sagte Schönbohm. Die SPD glaube, sie könne Nordrhein-Westfalen «von links aufrollen». Die Union müsse da deutlich machen, dass sie eine Partei sei, «die in der Mitte der Gesellschaft verankert ist».
Das Ergebnis der Bundestagswahl wertete Schönbohm als «Warnschuss». Beide Volksparteien müssten sich überlegen, «wie sie Bindungskräfte erhalten und wiederherstellen können». Die Union müsse dabei aufpassen, dass es rechts von ihr keine Partei gebe und ihr nicht dasselbe passiere wie der SPD von links. Und die SPD müsse sich besinnen, «ob sie SPD bleibt oder ob sie Linkspartei light werden will».
(ddp)




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