Magdeburg (ddp-lsa). Der Tag der Deutschen Einheit am Samstag ist nach den Worten von Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) ein Grund zur Freude. Für manche Menschen sei dieses Datum allerdings auch mit «bitterer Enttäuschung über den Verlust einer eigenen Vision" verbunden, sagte Böhmer in einer am Freitag in Magdeburg veröffentlichten Videobotschaft. Die damit verbundenen prinzipiellen Probleme seien «viel zu wenig ausdiskutiert» worden, kritisierte Böhmer. Dennoch sei der Tag der Deutschen Einheit für ihn ein Symbol für die Abkehr von einem vormundschaftlichen und durch eine Mauer abgeschotteten Leben hin zu einem Leben in Freiheit. Diesen Artikel weiter lesen
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Dieses Leben bedeute für zahlreiche Ostdeutsche unverschuldete Arbeitslosigkeit. «Der wirtschaftliche Transformationsprozess hat manche unerwartete Härte mit sich gebracht», sagte Böhmer. Mehr Freiheit bedeute auch mehr eigene Verantwortung für die persönliche Lebensgestaltung. Manche ältere Menschen kommen damit Böhmer zufolge nur schwer zurecht. Nicht wenige verzichteten aus persönlicher Enttäuschung auf ihre demokratischen Rechte.
Für zukünftige Generationen müsse die Erkenntnis bewahrt werden, dass es keine Staatsstruktur auf Dauer rechtfertigen kann, Menschen einzumauern. Vergessen werden dürfe auch nicht die Hilfe, die die Menschen in Ostdeutschland in den vergangenen Jahren erhalten hätten. Im Vergleich zu den östlichen Nachbarn sei viel erreicht worden. «Wir wissen aber auch, dass wir im Vergleich mit den westdeutschen Ländern noch einiges aufzuholen haben», betonte der Ministerpräsident.
(ddp)




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