München (ddp-bay). Die Gegner des gelockerten Rauchverbots in Bayern wollen mit einer landesweiten Kampagne für das Nichtraucher-Volksbegehren werben. In jedem Landkreis und den kreisfreien Städten wollen die Initiatoren Aktionskreise gründen, die insgesamt 920 000 Bayern dazu bringen sollen, mit ihrer Unterschrift das Volksbegehren zu unterstützen. In Apotheken und Arztpraxen sollen Plakate aufgehängt und Flugblätter verteilt werden, wie die Organisatoren am Donnerstag in München mitteilten. Diesen Artikel weiter lesen
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Auf dem Wege einer Volksabstimmung soll erreicht werden, dass das ursprünglich strenge Rauchverbot in allen Gaststätten im Freistaat wieder gilt. Ausnahmen für Bierzelte und Raucherclubs soll es nicht mehr geben. Neben der ÖDP als Initiatorin gehören auch SPD und Grüne zu dem Antiraucher-Bündnis. Außerdem unterstützen Ärzte- und Apothekerverbände, die Deutsche Krebshilfe, das Bündnis rauchfreie Gastronomie und der Bayerische Leichtathletikverband die Ziele des Volksbegehrens.
Vom 19. November bis 2. Dezember können die Unterstützer in den örtlichen Rathäusern Listen zur Durchsetzung des Volksbegehrens unterschreiben. Falls dies zehn Prozent der Wahlberechtigten tun, wird eine Volksabstimmung über den Nichtraucherschutz abgehalten.
Die Grünen-Landesvorsitzende Theresa Schopper kritisierte: «Die in Bayern regierenden Parteien haben es nicht geschafft, ein Gesetz auf den Weg zu bringen, das Nichtraucher wirkungsvoll schützt.» Die CSU sei vor der FDP und ihrem «falsch verstandenen Freiheitsbegriff» eingeknickt. Schopper verteilte am Donnerstag vor dem Eingang zum Oktoberfest mit dem Nichtraucherzeichen verzierte Lebkuchenherzen. (nichtraucherschutz-bayern.de)
(ddp)




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