Aue (ddp-lsc). Auch die Stadt Aue feiert im kommenden Jahr den 300. Geburtstag der Porzellanmanufaktur Meissen. Die Geschichte der Erzgebirgsstadt und der Manufaktur seien dank der «weißen Erde» aus Aue eng verbunden, sagte Oberbürgermeister Heinrich Kohl (CDU) am Donnerstag in Aue. Der Bergherr Veit Hans Schnorr d. J. habe bereits 1711 das kurfürstliche Mandat zur alleinigen Belieferung der Manufaktur mit Kaolin erhalten. Auch Rohstoffe aus dem Blaufarbenwerk Niederpfannenstiel bei Aue dienten unter anderen zur Porzellanmalerei in Meißen. Diesen Artikel weiter lesen
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Im Stadtmuseum Aue wird Kohl zufolge von Juli bis Oktober 2010 eine Sonderausstellung zu sehen sein. Dabei werde insbesondere der direkte Bezug zwischen Auer Kaolinabbau, Blaufarbenproduktion in Niederpfannenstiel und Porzellanherstellung in Meißen dargestellt. Das Stadtmuseum besitze noch ein Originalschreiben, das die ausschließliche Geschäftsbeziehung zwischen der Zeche und der Manufaktur regelte. Zum Auer Stadtfest im Juli 2010 seien mit Unterstützung von Fachleuten aus Meißen Schauvorführungen zur Porzellanherstellung geplant.
Kohl zufolge hat Aue bisher zu wenig aus seiner Bergbautradition und aus der fast 150 Jahre währenden Beziehung zur weltberühmten Staatlichen Porzellanmanufaktur gemacht. Aus der erstmals anlässlich des Jubiläums aufgelegten Gedenkmedaille aus Porzellan könne eine Tradition zur Würdigung wichtiger Persönlichkeiten werden. Ein Ausbau der Weißerdezeche als Besucherbergwerk sei jedoch zu aufwendig.
Experimente von Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus führten 1708 zur Erfindung des europäischen Hartporzellans. Zwei Jahre später ließ Kurfürst August der Starke auf der Meißner Albrechtsburg die erste Porzellanmanufaktur einrichten. Die Erzeugnisse mit der Marke zweier gekreuzter blauer Schwerter besitzen bis heute Weltruhm.
(aue.de; meissen.de)
(ddp)




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