Frankfurt (ddp.djn). Den Deutschen ist Geldausgeben inzwischen offenbar wichtiger als die Altersvorsorge. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Dresdner Bank geben fast zwei Drittel der Bürger zusätzliches Einkommen lieber aus, statt es in die Altersvorsorge zu investieren. Vor gut einem Jahr hätten sich Konsum und Altersvorsorge den Angaben zufolge noch fast die Waage gehalten, die Bank. Diesen Artikel weiter lesen
Insgesamt hätten 63 Prozent der Befragten angegeben, dass sie zusätzliche 100 Euro im Monat «für etwas anderes» als die private Altersvorsorge ausgeben würden. Nur 36 Prozent würden das Geld in eine Lebensversicherung oder einen Riestervertrag investieren.
«Die Deutschen sind in Sachen Altersvorsorge insgesamt etwas auf die Bremse getreten», interpretierte Dresdner-Bank-Experte Ernst Schiestl das Ergebnis der Umfrage. Auffällig sei jedoch, dass bei den jungen Leuten unter 24 Jahren die Vorsorgedisziplin weiter überdurchschnittlich ausgeprägt ist. Aktuell würden 46 Prozent in dieser Altersklasse 100 Euro mehr im Monat lieber für später sparen als konsumieren. Dagegen habe die Konsumneigung bei den Älteren teils um 15 Prozentpunkte auf bis zu 65 Prozent zugenommen.
Allerdings habe die Umfrage auch ergeben, so die Dresdner Bank, dass die Bürger grundsätzlich an der eigenen Altersvorsorge festhalten. Allerdings gäben sie weniger als im Vorjahr dafür aus. Tendenziell unterversorgt seien Haushalte mit weniger als 1500 Euro Monatseinkommen.
An der Umfrage nahmen der Bank zufolge mehr als 800 Bürger im Erwerbsalter teil.
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