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Deutsche Chemiebranche rechnet für 2009 mit Produktionsrückgang

Frankfurt/Main (ddp). Die chemische Industrie in Deutschland stellt sich im kommenden Jahr auf den ersten Rückgang der Produktion seit dem Jahr 2001 ein. Für 2009 werde mit einem Rückgang der Produktion um 1,0 Prozent und einem Minus der Erzeugerpreise um 0,5 Prozent gerechnet, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag in Frankfurt am Main mit. Damit belaufe sich der zu erwartende Umsatzrückgang auf 1,5 Prozent. Diesen Artikel weiter lesen

Laut VCI sind im vierten Quartal 2008 bereits einzelne Anlagen stillgelegt worden. Für Jahresbeginn 2009 werde damit gerechnet, dass die Unternehmen ihre Anlagen weiter zurückfahren. Die konjunkturelle Schwächephase werde wohl weit in das kommende Jahr anhalten, hieß es.

Für das laufende Jahr hat der VCI seine Erwartungen ebenfalls zurückgeschraubt. Wurde bei Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal noch mit einem Produktionswachstum von einem Prozent gerechnet, werde jetzt für das Gesamtjahr eine Stagnation erwartet. Zugleich ließ der Verband jedoch die Schätzung für den Umsatz 2008 unverändert. Insgesamt werde weiterhin mit einem Plus von drei Prozent auf rund 179 Milliarden Euro gerechnet. Grund für den Anstieg seien allein höhere Erzeugerpreise, die nach Verbandsschätzung voraussichtlich um fünf Prozent höher liegen als 2007, teilte der VCI weiter mit.

In den Auftragsbüchern mache vor allem die sinkende Nachfrage der Fahrzeughersteller und der Bauwirtschaft bemerkbar. Stabilisierend wirke allein die noch weitgehend konjunkturunabhängige Pharmasparte. Ohne sie würde die Produktion der Chemieindustrie 2009 sogar um 2,5 Prozent schrumpfen. VCI-Präsident Ulrich Lehner erklärte, die Unternehmen täten alles, um die Stammbelegschaft halten zu können, bis die Nachfrage wieder anziehe.

ddp.djn/jwu/nas

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