Berlin (ddp-bln). Trotz eines tödlichen Bärenkampfs im Stralsunder Tierpark sieht der Zoo in Berlin der geplanten Zusammenführung der Berliner Eisbären gelassen entgegen. «Giovanna und Knut kommen diese Woche zusammen, der Unfall in Stralsund ist kein Grund zur Panik», sagte Bärenkurator Heiner Klös am Montag der Nachrichtenagentur ddp. Diesen Artikel weiter lesen
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Zwischen zwei syrischen Braunbären, die im Stralsunder Zoo diesen Sommer aneinander gewöhnt werden sollten, war es am Samstag zu einer Auseinandersetzung gekommen, bei der die Bärin Clara totgebissen wurde. Die Bären hätten sich anfänglich auf Abstand gehalten, sich in der Paarungszeit aber sehr interessiert gezeigt, erklärte der Stralsunder Zoo-Chef Christoph Langner. Weshalb Carla und ihr Gefährte Balou plötzlich aneinandergerieten, sei noch unklar. Die Zooleitung in Stralsund war schockiert.
Bei Giovanna und Knut handele es sich um zweijährige Bären, die noch nicht geschlechtsreif seien, sagte Klös. «Das Risiko ist daher wesentlich kleiner.» Wann genau die Zusammenführung von Giovanna und Knut sein wird, hänge vom «Bauchgefühl» ab. Einen konkreten Notfallplan bei Auseinandersetzungen gebe es nicht. «Die Menschen können auf unsere 30-jährige Erfahrung bauen, wir sind schließlich Urgesteine und werden keinen Schritt überstürzen».
Der weltberühmte Eisbär Knut konnte nur durch eine Handaufzucht überleben. Seine Gefährtin, die aus München kommende Giovanna, wurde während der Sanierungsarbeiten in ihrem Heimatzoo für neun Monate in der Berliner Anlage untergebracht. Seit vergangener Woche darf Giovanna die Außenanlage alleine erkunden, bis sie sich an die Umgebung und ihre Gerüche gewöhnt hat. Durch ein Gitter konnten sich die Bären bereits seit dem 8. September beschnuppern. Während sich Knut recht neugierig zeigte, war Giovanna nicht an ihrem Spielgefährten interessiert.
(ddp)




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