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Linksbündnis demonstriert gegen Neonazi-Einrichtung in Neumünster

Neumünster (ddp-nrd). Mit einem Demonstrationszug durch Neumünster hat am Samstag ein Linksbündnis gegen den berüchtigten rechtsextremen Treff «Club 88» protestiert. Bis zum Nachmittag hatten sich nach Polizeiangaben etwa 400 Menschen versammelt und waren vom Bahnhof zu einer Zwischenkundgebung vor dem Asylbewerberheim gezogen. Etwa 200 Meter vor dem Neonazi-Club und abschließend vor dem Rathaus waren weitere Kundgebungen geplant. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit etwa 300 Beamten im Einsatz, um unter anderem ein mögliches Aufeinandertreffen von Demonstranten und Anhängern der rechten Szene zu verhindern. Bis zum späten Nachmittag verlief die Aktion dem Sprecher zufolge friedlich. Diesen Artikel weiter lesen

Mit der Protestaktion unter dem Motto «Jetzt schlägt´s dreizehn» wandte sich das Linksbündnis aus Gewerkschaften, SPD, Grünen, evangelischer Kirchenjugend und anderen Organisationen gegen die jährliche «Geburtstagsfeier» des Neonazi-Treffs, die stets rechte Gesinnungsgenossen aus dem ganzen Bundesgebiet anziehe. «Einen Tag vor den Bundestags- und Landtagswahlen soll mit dieser Demonstration außerdem ein deutliches Zeichen gegen die Wahl der NPD und anderer rechtsextremer Parteien gesetzt werden», sagte die Geschäftsführerin des ver.di-Bezirks Südholstein, Sabine-Almut Auerbach.

Der «Club 88» in einem schwarz gestrichenen Gebäude gegenüber einer Schule mitten in einem Wohngebiet im Neumünsteraner Stadtteil Gadeland besteht seit 13 Jahren und war in dieser Zeit häufig Mittelpunkt für zum Teil auch gewalttätiger Auseinandersetzungen. Die Zahl 88 stehe im gebräuchlichen Code der Naziszene für «Heil Hitler», abgeleitet vom H als dem achten Buchstaben im Alphabet.

(ddp)

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