Suche

Proteste gegen geplantes «KdF-Museum» in Wolfsburg

Wolfsburg (ddp-nrd). Mehrere Tausend Menschen haben am Freitagnachmittag in Wolfsburg gegen ein von Neonazis geplantes Museum protestiert. Die Polizei sprach von mehr als 2000 Demonstranten, die IG Metall von rund 4000 Teilnehmern. Zu der Kundgebung hatte das Wolfsburger Bündnis gegen Rechts aufgerufen, dem Gewerkschaften, Kirchen, Bürgerinitiativen und Parteien angehören. «Alles verlief friedlich», sagte ein Polizeisprecher. Diesen Artikel weiter lesen

Der stellvertretende NPD-Bundesvorsitzende Jürgen Rieger will in einem früheren Wolfsburger Möbelhaus ein «KdF-Museum» einrichten. KdF steht für «Kraft durch Freude», die Freizeit-Organisation der Nationalsozialisten. Rieger hat eine rund 800 Quadratmeter große Halle in dem Gebäude bereits gemietet. Dort wollen die Neonazis Wehrmachtsfahrzeuge aus der Produktion des Volkswagen-Werkes ausstellen und Filme zeigen.

Die Stadt untersagte zwar die Nutzung der Halle als Museum, ein Gericht hob das Verbot jedoch wieder auf. Oberbürgermeister Rolf Schnellecke (CDU) sagte bei der Kundgebung, der Stadtrat und die Verwaltung schöpften alle Möglichkeiten aus, ein solches Museum in der Stadt zu verhindern.

«Wolfsburg ist eine weltoffene, tolerante und liberale Stadt», erklärte IG Metall-Sprecher Willi Dörr. «Sie lebt und gewinnt durch ihre multikulturelle Gesellschaft.» Deshalb hätten «Rassisten in dieser Stadt keinen Platz». Bereits in den vergangenen Wochen hatten Hunderte Wolfsburger Bürger mit Mahnwachen gegen das geplante «KdF-Museum» protestiert.

(ddp)

Copyright ©2009 Yahoo!, Alle Rechte vorbehalten.

Hinweis: Auf dieser Seite sammeln wir persönliche Informationen. Für weitere Details lesen Sie bitte unsere Hinweise zum Datenschutz: Datenschutzrichtlinien