Wiesbaden (ddp-hes). Die SPD-Landesverbände in Hessen und Rheinland-Pfalz haben ihre Forderungen nach einem Verzicht auf eine Revision des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen bekräftigt. Der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel und der stellvertretende SPD-Vorsitzende in Rheinland-Pfalz, Hendrik Hering, sprachen sich am Dienstag in Wiesbaden erneut dafür aus, keine Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) zum Ausbau des Frankfurter Flughafens einzulegen. Diesen Artikel weiter lesen
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Die hessische Landesregierung müsse die Planfeststellung so abfassen, wie es das Mediationsverfahren vorgesehen und der VGH entschieden habe, forderte Schäfer-Gümbel. Dazu gehöre auch das Nachtflugverbot. Die Menschen in der Region Rhein-Main müssten endlich von den erheblichen Lärmbelästigungen befreit werden.
Hering erneuerte das Angebot an die hessische Landesregierung, Teile des bisherigen Nachflugverkehrs von Frankfurt auf den rheinland-pfälzischen Flughafen Hahn umzuleiten. Er verwies auf die 3,8 Kilometer lange Startbahn des Flughafens. Maschinen dürften zudem rund um die Uhr starten.
Das Frachtgeschäft in Hahn sei ein Mix aus reinen Frachtflügen und solchen Passagiermaschinen, die Fracht mit aufnehmen, fügte Hering hinzu. Die Umlagerung von Nachtflügen nach Hahn könne somit wirtschaftlich sein, auch wenn der Transport der Ladung von Frankfurt nach Hahn teilweise von Lastwagen übernommen werden müsse.
Der hessische FDP-Verkehrsexperte Stefan Müller nannte die Verlagerung von Frachtflügen nach Hahn eine «Phantomdiskussion». Solange die Urteilsbegründung des VGH nicht vorliege, entbehrten alle weiteren Forderungen jedweder Grundlage.
Die Umlegung von Frachtflügen sei zudem «flugtechnisch völlig ungeeignet», fügte Müller hinzu. Bedingt durch die Höhenlage des Flughafens Hahn sei im Durchschnitt mit 130 Nebeltagen im Jahr zu rechnen, in Frankfurt nur mit 16 bis 18. Darüber hinaus sei die logistische Verteilung der am Flughafen Hahn ankommenden Frachtflüge bisher nicht geklärt.
(ddp)




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