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Drei Haftbefehle nach fremdenfeindlichem Angriff auf Iraner erlassen

Berlin (ddp-bln). Nach einem Angriff auf zwei Iraner in Berlin-Wedding sitzen drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag gemeinsam mitteilten, wurde gegen den 26-jährigen mutmaßlichen Haupttäter Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Er soll aus fremdenfeindlichen Motiven gehandelt haben. Gegen einen 30-Jährigen sowie eine 24 Jahre alte Frau erging Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung. Eine 30-jährige Festgenommene wurde vom Haftrichter wieder auf freien Fuß gesetzt. Diesen Artikel weiter lesen

Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sprach von einem «massiven Angriff», der keinesfalls geduldet werden dürfe. Er begrüßte zugleich ausdrücklich das konsequente Vorgehen von Polizei und Staatsanwaltschaft. Solchen Taten müsse durch schnelles Handeln der Ermittlungsbehörden begegnet werden.

Die vier Tatverdächtigen sollen am Samstagmorgen auf dem U-Bahnhof Rehberge die beiden Iraner attackiert haben. Die auf einer Bank sitzenden Männer im Alter von 55 und 60 Jahren wurden zunächst fremdenfeindlich angepöbelt. Einer der Täter schlug den Älteren dann mit einem Teleskopschlagstock und trat ihm anschließend gegen den Kopf. Der Mann wurde schwer verletzt.

Der 55-Jährige, der ihm helfen wollte, wurde ebenfalls getreten und geschlagen. Er erlitt eine Schulterfraktur. Die Täter flüchteten aus dem U-Bahnhof. Polizisten nahmen kurze Zeit später zwei der Tatverdächtigen fest. Aufgrund von Zeugenaussagen und nach Auswertung von Aufnahmen der Überwachungskameras auf dem U-Bahnhof konnten laut Polizei auch der mutmaßliche Haupttäter sowie die 30-jährige Frau identifiziert werden. Gegen den Übergriff hatten am Sonntag in der Nähe des Tatorts rund 50 Menschen demonstriert.

(ddp)

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