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Kritik am Koalitionspartner

München (ddp-bay). Der Vorsitzende der bayerischen Jungen Union, Stefan Müller, hat die FDP als «für Katholiken nicht wählbar» bezeichnet. Müller begründete dies am Dienstag in einem ddp-Interview mit einem Antrag der Liberalen-Fraktion im Europäischen Parlament, demzufolge der Papst wegen seiner umstrittenen Äußerungen zum Kondomgebrauch im aktuellen Menschenrechtsbericht aufgenommen werden sollte. Er kritisierte: «Dort, wo Diktatoren und Folterer zu recht angeprangert werden, will die FDP das Oberhaupt der katholischen Kirche sehen.» Diesen Artikel weiter lesen

Der CSU-Bundestagsabgeordnete verwies darauf, dass auch die FDP-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Silvana Koch-Mehrin, in der vergangenen Woche für den Antrag gestimmt hatte, der aber keine Mehrheit fand. Der FDP fehle «moralische Orientierung, wenn sie den Papst im Menschenrechtsbericht sehen will». Dieser Antrag stehe «für eine pervertierte Ethik».

Müller forderte die bayerische FDP als Koalitionspartner der CSU auf, sich von dem Verhalten ihrer Spitzenkandidatin für die Europawahl zu distanzieren. Er fügte hinzu: «Die FDP versuchte zuletzt bei der Landtagswahl deutlich, auch konservative bürgerliche Schichten zu umwerben. Die katholische Kirche spielt als moralische Instanz hier eine wichtige Rolle.» Die FDP müsse «sich entscheiden, wie sie zur katholischen Kirche steht».

(ddp)

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