Erstmals können jetzt die Bewegungen von Viren verfolgt werden. Wissenschaftler am Center for Imaging Science and Technology (CIMST) der ETH Zürich haben dafür eine neue Methode entwickelt, mit der in Echtzeit kleinste Bewegungen von Viren beobachtet und aufgezeichnet werden können. Damit konnten die Forschenden zeigen, dass Viren auf künstlichen Membranen rutschen, rollen und manchmal sogar festkleben. Mit der neuen Methode hoffen die Forscher, Viren schnell und einfach identifizieren und damit auch effizienter bekämpfen zu können. Diesen Artikel weiter lesen
Bislang konnte man mit einem Elektronenmikroskop zwar genau nachweisen, wo sich Viren befinden, jedoch keine Bewegungen aufzeichnen. "Das Virus ist vergleichbar mit einem Fussball ohne Muster, von dem man nicht wusste wie er sich genau bewegt. Wir haben einen Weg gefunden, ein helles Licht an den Ball zu hängen und sehr schnell und genau hingeschaut, wie er sich bewegt", erklärt Dr. Philipp Kukura, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Labor für Physikalische Chemie und Erstautor der Studie. Dadurch kann der Zeitpunkt abgesehen werden, wann es in eine Zelle eindringt und damit eine Erkrankung auslöst. Und genau das könnte durch die Möglichkeit, die Bewegung zu beobachten, verhindert werden. Aus den Bewegungsmustern lässt sich zudem in naher Zukunft das Virus selbst schnell und einfach identifizieren.




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