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Kann man sich vor Datenpannen schützen?

Datenpannen von Unternehmen und Anbietern im Internet häufen sich seit einiger Zeit. Persönliche Daten von Verbrauchern gelangen dadurch an die Öffentlichkeit. Kann man sich davor schützen? Wer nicht möchte, dass seine Daten durch ein Versehen im Internet landen oder in falschen Hände gerät, hat es heute schwer. Telefonnummern und Adressen werden von unseriösen Händlern auf dem Schwarzmarkt gehandelt, was diverse Skandale in jüngster Vergangenheit belegt haben. Oft werden dabei auch Kontoverbindungsdaten mit verkauft. Hat man beispielsweise ein Zeitschriften-Abo abgeschlossen, kann das schon reichen, damit die Daten in Umlauf geraten können. Diesen Artikel weiter lesen

Kauft man über das Internet bei Händlern ein, sind die Nutzerdaten in deren Systemen normalerweise gesichert - sollte man meinen. Dass dem nicht in jedem Fall so ist und dass mitunter durch teils seit langem bekannte Sicherheitslücken auf diese Kundendaten zugegriffen werden kann, belegen immer mehr Fälle. Minimieren lässt sich das Risiko für den Einzelnen, indem bei möglichst wenigen Online-Händlern Waren bestellt werden. Je weniger Datensätze auf den einzelnen Servern der Unternehmen liegen, desto geringer ist auch die Gefahr, dass sie "durchsickern" können. Um dem Risiko komplett vorzubeugen, müsste auf Einkäufe und Zahlungen per Internet gänzlich verzichtet werden, was für viele Menschen eine starke Einschränkung darstellen würde, für Unternehmen unmöglich ist.

Doch nicht nur Händler sind in letzter Zeit von Datenpannen betroffen, sondern auch E-Mail-Diensteanbieter oder Betreiber sozialer Netzwerke. E-Mail-Konten benötigen die meisten Menschen für ihre Online-Kommunikation. Damit ist zwangsläufig ein gewisses Risiko verbunden, dass die Daten in die falschen Hände gelangen könnten. Anders sieht es in Bezug auf Mitgliederprofile bei sozialen Online-Netzwerken aus. Diese sind zwar stark in Mode gekommen, doch sollte man sich fragen, ob man tatsächlich bei mehreren verschiedenen Netzwerken seine Daten hinterlegen sollte. Meist reicht es aus, bei ein oder zwei großen virtuellen Vereinigungen angemeldet zu sein - so lassen sich die Kontakte zu Freunden und Bekannten meist recht gut pflegen.

Außerdem ist es ratsam, die persönlichen Angaben auf ein Minimum zu begrenzen. Sollten die Datensätze durch eine Sicherheitslücke in die falschen Hände geraten, ist es schlimm genug, wenn Informationen wie Wohnort, Name und Geburtsdatum davon betroffen sind. Doch wer obendrein in seinem Mitgliederprofil etwas über Krankheiten, detaillierte Berufsangaben sowie sexuelle Vorlieben oder politische Neigungen schreibt, der muss den Fall der Fälle umso mehr fürchten. Besser ist es, diese Angaben erst gar nicht im Internet zu hinterlegen, auch nicht in "abgesicherten" privaten Mitgliederprofilen sozialer Netzwerke.

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