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Testverfahren sagt weitere Wirkungen von Medikamenten voraus

Manche Arzneimittel wirken gegen mehr als eine Krankheit. Oft werden diese positiven Nebeneffekte nur durch Zufall entdeckt. Mit einem Computermodell wollen US-amerikanische Forscher diese Effekte sicher vorhersagen können. Die Experten der University of North Carolina betrachten hierfür auf chemischer Basis die Wirkungsweise bekannter Medikamente und Wirkstoffe. Außerdem haben sie Informationen darüber erfasst, an welchen Stellen Arzneimittel ansetzen müssen, um eine Krankheit beheben zu können. Dies geschieht normalerweise auf molekularer Ebene in Zellen. Dort kommen die Substanzen der Medikamente mit den körpereigenen Stoffen in Berührung. Diesen Artikel weiter lesen

Das Computermodell soll basierend auf diesen Erkenntnissen errechnen können, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass die chemische Struktur eines Arzneimittels im Körper eine bestimmte Wirkung entfalten und damit verschiedene Krankheiten heilen kann. Zudem soll das Modell vorhersagen können, ob durch einen bislang nicht erprobten Wirkstoff unerwünschte Prozesse im Körper angestoßen werden, so die Forscher. Dies könnte dabei helfen, unerwünschte Nebenwirkungen schon vor der klinischen Testphase neuer Medikamente vorauszuahnen.

In vielen Ländern ist es kein Problem, Medikamente "zweckentfremdet" einzusetzen, sofern sie wirksam sind und durch die Anwendung keine Gesundheitsrisiken entstehen. Anders ist es in Deutschland. Selbst wenn die genannten Bedingungen erfüllt sind, kommen Medikamente meist ausschließlich für die Zwecke zum Einsatz, für die sie ursprünglich konzipiert worden sind. Bei einer "Zweckentfremdung" ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen häufig nicht gegeben.

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