Bei der Impfung gegen Schweinegrippe sorgen sich Experten weniger um die tatsächlichen Nebenwirkungen als mehr um die schwere Erkrankungen, die fälschlicherweise als Nebenwirkungen der Impfung angesehen werden. Diesen Artikel weiter lesen
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So hat ein internationales Expertenteam die Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen errechnet, die nach einer Impfung auftreten, aber auch unabhängig von der Immunisierung geschehen können. Sie werden lediglich aufgrund der zeitlichen Nähe mit einer Impfung in Zusammenhang gebracht, betonen die Wissenschaftler in ihrem Bericht in der Fachzeitschrift "The Lancet". Eindeutig darauf zurückzuführen sind sie jedoch nicht. Demnach ist bei einer Impfung von 30 Millionen Menschen damit zu rechnen, dass drei Menschen innerhalb einer Woche danach plötzlich sterben. Zehn weitere Personen werden an der aufsteigenden Nervenlähmung Guillain-Barré-Syndrom (GBS) erkranken und 20 Menschen an einer Entzündung des Sehnervs. Bei einer Million Schwangeren sind 397 Fehlgeburt innerhalb eines Tages nach der Impfung möglich. Als Basis für ihre Berechnungen nutzten die Forscher registrierte Erkrankungen innerhalb von sechs Wochen nach einer Impfung von zehn Millionen Engländern und nach einer Immunisierung von zehn Millionen US-Amerikanern.
Tatsächlich ist laut vieler Mediziner nicht mit schwerwiegenden Folgen einer Schweinegrippeimpfung zu rechnen. Zu den üblichen Nebenwirkungen zählen eine Rötung der Einstichstelle und leichte Grippesymptome, die durch die Immunantwort des Abwehrsystems hervorgerufen werden. In Deutschland kann sich jeder freiwillig und kostenlos impfen lassen. Vorrang haben Angehörige gefährdeter Berufsgruppen wie Gesundheitspersonal, Polizisten und Feuerwehrleute sowie chronisch Kranke. Da aber bisher die Impfbereitschaft eher gering war, können sich auch Gesunde schon den Impfschutz geben lassen.
Menschen aus gefährdeten Berufsgruppe können sich derzeit entweder beim Betriebsarzt oder in den Gesundheitsämter impfen lassen. Chronisch Kranke und Gesunde sollen sich bei Hausärzten das Serum verabreichen lassen. Weigern sich diese, können chronisch Kranke und gesunde Menschen ebenfalls zu den Gesundheitsämtern gehen und sich dort impfen lassen. Da der in Zehner-Dosen verpackte Impfstoff binnen 24 Stunden aufbraucht werden muss, vergeben Ärzte in der Regel erst Termine, sobald sich zehn Impfwillige gefunden haben. Deswegen sollte man zunächst seinen Hausarzt anzurufen und sich nach einem Termin für die Impfung erkundigen.




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