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Osteoporosepatienten fühlen sich nicht ausreichend informiert

Viele an Osteoporose leidende Menschen fühlen sich nicht ausreichend über ihre Medikamente unterrichtet. Außerdem vermissen sie Informationen zur Vorbeugung einer Verschlechterung durch Bewegung und Ernährung. So lauten die Ergebnisse einer bundesweiten Beratungsaktion der deutschen Osteoporose-Patientenorganisationen. Diesen Artikel weiter lesen

Anlässlich der Telefonsprechstunde zum Welt-Osteoporosetag haben über 2 500 Personen den Rat von Experten erbeten. "Häufig brachen die Betroffenen eine sinnvolle Therapie zu früh ab, weil ihnen nicht ausreichend klar war, dass der Knochen ein langsames Organ ist und die Therapie mindestens drei bis fünf Jahre lang durchgeführt werden muss", erklärt Dr. Jutta Semler, Vorsitzende des Kuratorium Knochengesundheit. Auch aus Furcht vor Nebenwirkungen werden Therapien mitunter abgebrochen.

Einem Teil der Betroffenen mangelt es zudem an Wissen über Vorbeugungsmaßnahmen wie Ernährung und Lebensstil: "Vielen Patienten ist die Bedeutung von Vitamin D bei der Prophylaxe nicht bewusst." Kalzium sei zwar der wichtigste Baustoff des Knochens, doch für die Aufnahme aus dem Darm in den Knochen benötige der Körper unbedingt Vitamin D, weiß die Ernährungswissenschaftlerin Susanne Schmidt-Tesch.

Häufig haben Ärzte beim Beratungsgespräch zu wenig Zeit, um den Patienten alle Aspekte der Osteoporoseprophylaxe zu erläutern. Deshalb empfehlen Experten, dass sich Ratsuchende an eine der zahlreichen Selbsthilfegruppen vor Ort wenden sollten. Adressen von Selbsthilfegruppen erhalten Interessierte unter www.netzwerk-osteoporose.de und www.osteoporose.org im Internet.

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