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Spam-E-Mails: Wie man sie leichter erkennen kann

Spam-Nachrichten haben einst nur lästige Werbung enthalten. Inzwischen werden sie auch zu anderen Zwecken verschickt: Die Absender sind oft Betrüger, die Passwörter ergaunern oder schädliche Software auf den Rechnern der Anwender einschleusen wollen. Um ihr Ziel zu erreichen, haben sie einige typische Tricks auf Lager. Vor allem in den USA, aber auch in einigen anderen englischsprachigen Ländern sowie in Deutschland ist Halloween, das Fest am Vorabend von Allerheiligen, sehr beliebt. Weil Menschen zu dieser Zeit Grüße an Freunde und Verwandte versenden und dies häufig auch per E-Mail erledigen, fälschen Spammer gern entsprechende Nachrichten. Ein für sie noch wichtigerer Aufhänger ist Weihnachten, danach folgt dann der Valentinstag, anschließend wird das Osterfest von ihnen zweckentfremdet. Diesen Artikel weiter lesen

Für den Verbraucher heißt dies: Vor Feiertagen und Festen sollten E-Mails von Fremden, die vermeintliche Grüße enthalten, mit äußerster Vorsicht behandelt werden. Es ist nicht ratsam, auf Links in solchen E-Mails zu klicken, denn sie könnten auf Internetseiten führen, bei denen das bloße Betrachten ausreicht, um einen versteckten Download-Vorgang zu starten. Im Hintergrund wird dann oft schädliche Software auf dem Computer installiert, die weitere Schadprogramme nachlädt oder Kriminellen den Fernzugriff erlaubt.

Weitere Aufhänger für Spammer sind aktuelle Ereignisse, die von allgemeinem Interesse sind. Der Tod des Popstars Michael Jackson oder der Wahlsieg von Barack Obama sind zwei Beispiele für solche Geschehnisse, die eine Welle von Spam-E-Mails ausgelöst haben. Doch manche Absender gehen noch weiter und erfinden schlechte Nachrichten. So kann es beispielsweise nach einem tatsächlich geschehenen Erdbeben passieren, dass die Spammer E-Mails mit angeblich "brandaktuellen Informationen" zu einem schweren Nachbeben verschicken - inklusive Link zu einer gefälschten Nachrichtenseite. Demnach sind Verbraucher gut beraten, wenn sie elektronische Post von fremden Absendern mit entsprechenden Inhalten als potenziell gefährlich einstufen.

Weil viele Webnutzer in sozialen Online-Netzwerken aktiv sind, ist es für Spammer leicht, sie an der Nase herumzuführen. Immer häufiger sind Spam-E-Mails zu verzeichnen, die angeblich von solchen Portalen stammen und den Anwender per Link auf eine Internetseite locken wollen. Jüngster Fall sind gefälschte E-Mails, die vorgeben, von Facebook zu stammen. Der Nutzer wird darin aufgefordert, sein Kennwort zu ändern. Im Anhang der E-Mails befindet sich jeweils eine zip-Datei, die das Passwort enthalten soll. Doch anstelle des Kennworts enthält der Anhang eine ausführbare Datei, die Schad-Software nachlädt, warnt jetzt das IT-Sicherheitsunternehmen Websense. Wer entsprechende E-Mails erhält, die vorgeben, von einem sozialen Netzwerk zu stammen, sollte nicht leichtfertig Dateianhänge öffnen, es könnte sich um ein Mittel zu einem versteckten Angriff auf den Computer handeln. Außerdem ist es ratsam, den Rechner mit einem aktuellen Anti-Virenprogramm zu schützen. Gaby Schulemann-Maier/cid

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