Spam-E-Mails werden zu großen Teilen von bestimmten Netzwerken in großer Zahl in Umlauf gebracht. Diese sogenannten Botnetze sind Verbindungen zahlloser Computer in aller Welt. Teilweise wissen die Besitzer der einzelnen Rechner nicht einmal, dass ihre Geräte Teile solcher Netze sind. Indem Computerschädlinge auf die Rechner gelangen, können diese unbemerkt in Botnetze integriert werden. Diese großen Zusammenschlüsse von Rechnern müssen koordiniert werden, was mitunter an bestimmten Stellen in anderen Netzwerken geschieht. So wurden beispielsweise bei McColo, einem US-amerikanischen Anbieter von Internet-Dienstleistungen (Internet Service Provider), Spam-Aktivitäten nachgewiesen. Deshalb ist der ISP im November 2008 vom Netz genommen worden. Das Spam-Aufkommen ist daraufhin vorübergehend stark zurückgegangen. In ähnlichen Fällen hat die Abschaltung ebenfalls für eine Weile die Zahl der Spam-E-Mails reduziert. Diesen Artikel weiter lesen
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Doch laut den Experten von MessageLabs bringen solche Maßnahmen inzwischen nichts mehr. Die Betreiber von Botnetzen haben dazugelernt und Mechanismen eingebaut, die den plötzlichen Ausfall eines Dienstleisters abfangen. Die Aufgaben werden anders delegiert, der Versand von Spam-E-Mails geht nach kurzer Zeit - meist sind dies wenige Tage - in gewohnt starkem Maß weiter. Der Kampf gegen Online-Kriminelle und unerwünschte E-Mails, die derzeit rund 90 Prozent des gesamten E-Mail-Aufkommens weltweit ausmachen, wird dadurch zusehends schwieriger.




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