Manche Freizeitbeschäftigungen sind fest in Männerhand. Das Make-Up für den Computer gehört dazu. Mit optisch aufgebrezelten Rechnern tritt das starke Geschlecht schon seit 2002 auf der "Deutschen Casemod Meisterschaft" an. Die Leistung des Rechners zählt dabei nicht. Es geht um den schönen Schein. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos
Wer als Kind an Gleiswegen, Häuschen und Geländeformen seiner elektrischen Eisenbahn gebastelt hat, begeistert sich als Erwachsener vielleicht für die "Landschaftsplanung" im Inneren des Computergehäuses, die unter dem Schlagwort "Case Modding" bekannt ist: die individuelle Verhübschung der trist-grauen Computerkisten.
Es fängt vielleicht damit an, dass der Computerfreund ein Loch ins Rechnergehäuse schneidet und ein Guckfenster einsetzt. Anschließend ist Erleuchtung gefragt, damit er auch etwas vom Inneren sieht. In der Szene sind bläuliche Illuminationen beliebt, die den Computer geheimnisvoll schimmern lassen. Prompt fällt auf, dass innen ja ein ziemliches Kuddelmuddel herrscht. Also geht's ans Aufräumen: Anschlüsse umlegen, Kabel bündeln, Ausblicke ins Innere freilegen.
Obwohl spezielle Lüfter mittlerweile von selbst leuchten, bewegen sich seine Flügel einfach zu schnell, als dass das Auge folgen könnte. Dann sind wieder Investitionen fällig: Eine Wasserkühlung macht optisch einfach mehr her. Dem Weg des Wassers kann auch ein träges Auge folgen, erst recht wenn es gefärbt ist und die Wärme des Prozessors in transparenten Schläuchen abtransportiert.
Weil es die Kisten mittlerweile auch fertig durchlöchert und durchleuchtet zu kaufen gibt, suchen die Enthusiasten neue Herausforderungen und kämpfen bei der "Deutschen Casemod Meisterschaft" um Trophäen. Dort sind etwa selbst geschreinerte oder mit Tiffany-Glas verzierte Gehäuse zu sehen, aber auch Gitarren, Bierkisten, Schaufensterpuppen, Autoreifen oder Röhrenradios mit eingebautem Computer.




Eine an Depressionen leidende Kanadierin erhält von der Versicherung ihres Arbeitgebers keine finanziellen Leistungen mehr. Grund dafür sind Fotos in ihrem Facebook-Profil, die sie glücklich zeigen.
Flusspferde töten Krokodil