Werden Babys mit eiweißreicher Flaschennahrung in den ersten Lebensmonaten gefüttert, besteht ein 30 Prozent höheres Risiko, im Kindes- und Jugendalter übergewichtig zu werden als bei gestillte Kinder. Eine Ursache für die Entwicklung von Adipositas vermuten Experten laut dem Infodienst aid in einem zu hohen Eiweißgehalt der industriell hergestellten Säuglingsmilch. Das berichtete Dr. Christian Denzer vom Universitätsklinikum Ulm anlässlich der kürzlich in Mannheim stattgefundenen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Demnach führt eine erhöhte Zufuhr von Milcheiweiß zu einem Anstieg des Wachstumshormons (IGF 1) und zu einer höheren Insulinausschüttung. Beide Faktoren stimulieren die Bildung von Fettzellen (Adipozyten), und diese führen dazu, dass die Kinder vermehrt Fettmasse anlegen. Denzer unterstrich, dass das Stillen über einen Zeitraum von mehr als vier Monaten eine sehr sinnvolle Primärprävention von Adipositas ist. Auch die Verwendung von Flaschennahrung mit begrenztem Eiweißgehalt, die seit einiger Zeit angeboten wird, könnte das langfristige Risiko für Übergewicht vermindern.




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