Die Zahl der schweren Herzfehler bei Neugeborenen ist in der kanadischen Provinz Quebec deutlich zurückgegangen. Grund dafür ist laut einer Studie der Universität von Montreal die 1998 eingeführte Folsäureanreicherung in Mehl und Nudeln. Analysiert wurden für die im "British Medical Journal" veröffentlichte Studie 1 324 440 Neugeborene in der Zeit von 1990 bis 2005. Demnach betrug der jährliche Rückgang an schweren Herzfehlern in den Jahren der Folsäureanreicherung sechs Prozent im Vergleich zu der Zeit bevor das Vitamin B9 den Teigwaren und dem Mehl zugesetzt wurde. Diesen Artikel weiter lesen
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Zudem schützt Folsäure Neugeborene zuverlässig vor Missbildungen wie der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte und spielt auch sonst eine unentbehrliche Rolle im menschlichen Körper. Deswegen ist in den USA und Kanada der Zusatz von Folsäure in Mehl gesetzlich vorgeschrieben. In der Herzfehler-Studie wurde allerdings nicht untersucht, wie sich die Krebsrate entwickelt hat. Denn vor zwei Jahren fiel Epidemiologen auf, dass in den Ländern, in denen Folsäure Lebensmitteln zugesetzt wird, die Krebsrate steigt. Sie belegten, dass bei einer Gabe von 1 000 Mikrogramm täglich die Gefahr von Krebserkrankungen steigt. Eine weitere Studie vom Frühjahr dieses Jahres zeigte, dass das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken bei zusätzlicher Folsäuregabe um 63 Prozent steigt.




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