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Tollwutgefahr auf Bali

Die Tollwutgefahr auf der beliebten indonesischen Ferieninsel Bali hält weiterhin an. Vor wenigen Tagen ist es dort laut des Centrum für Reisemedizin (CRM) zum neunten Tollwut-Todesfall gekommen. Vor Ort kommt es zu ersten Impfstoffnotständen. Daher sollten Reisende jeglichen Kontakt zu streunenden Hunden oder Katzen vermeiden. Vor Reiseantritt sollte man sich umfassend von einem Arzt oder Apotheker über die möglichen Schutzmaßnahmen beraten lassen. Diesen Artikel weiter lesen

Eine Infektion mit Tollwut ist immer lebensgefährlich. Der Erreger der Tollwut kann nicht nur durch den Biss eines erkrankten Tieres übertragen werden, sondern bereits durch den Kontakt mit dem Speichel, sofern nur die kleinste Hautverletzung besteht. Auch wenn die Tiere niedlich und anhänglich wirken, sollte man sie nicht streicheln. Denn den Tieren ist die Infektion nicht immer anzusehen.

Nach einer Ansteckung kann es einige Tage oder gar mehrere Monate dauern, bis die Krankheit ausbricht. Sie macht sich zunächst durch grippeähnliche Symptome und Schmerzen an der Bisswunde bemerkbar. Hat der Virus bereits das Zentrale Nervensystem erreicht, treten Verwirrtheit und Lähmungen auf, sitzt das Virus im Rückenmark, kommt es dort zu einer Entzündung. In der Anfangsphase ist nachträglich noch eine aufwendige Impfung möglich. Doch in vielen asiatischen Ländern steht oftmals kein Impfstoff zur Verfügung oder dessen Qualität ist sehr schlecht. In der letzen Phase gelangt das Virus ins Gehirn, dann hilft keine nachträgliche Impfung mehr. Da in Deutschland bereits seit mehr als einem Jahr ein Lieferengpass für die hier zugelassenen Tollwutimpfstoffe besteht, sollte die Indikation für eine Impfung vor einer Reise gründlich abgewogen werden. Insgesamt drei Impfdosen sind für einen vollständigen Impfschutz nötig, die im Abstand von drei bis vier Wochen gegeben werden. Da nicht jede Krankenkasse eine Tollwutimpfung bezahlt, müssen die Kosten dafür eventuell selbst getragen werden.

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