Bei gereizten Schleimhäuten im Rachen und des Magens werden Kaltwasserauszüge aus Eibischwurzeln traditionell eingesetzt. Doch das Pflanzenextrakt fördert auch die Regeneration der lebenswichtigen Epithelzellen, wie Forscher der Universität Münster nun belegt haben. Diesen Artikel weiter lesen
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Epithelzellen bedecken alle inneren und äußeren Oberflächen des Körpers. Die Ober- und Unterseite einer Epithelzelle unterscheiden sich stark: Im Inneren des Körpers grenzt die Oberseite der Zellen Organe gegenüber Gewebsflüssigkeit, Hohlräumen oder der Umwelt ab. Die Unterseite ist dem Bindegewebe zugewandt und schützt diese. Diese beiden Pole einer Epithelzelle sind für die Funktion des Herzens und anderer Organe lebenswichtig.
Die Zellen sitzen auch im Rachenraum und dem Magen und sind bei Entzündungen stark angegriffen. Der Kaltwasserauszug aus Eibischwurzel sorgt dafür, dass der Wirkstoff der Pflanze sich wie ein Schutzfilm auf die Schleimhäute legt, unter denen sich die Epithelzellen erholen können. So wird beispielsweise ein Hustenreiz oder Magenschmerzen gelindert.
Für die bestmögliche Heilwirkung der Eibischwurzel ist laut der "Ärzte Zeitung" der Kaltwasserauszug entscheidend. Dabei werden zerkleinerte Wurzeln mehrere Stunden in kaltem Wasser gelöst und dann abgeseiht. Heißes Wasser darf nicht verwendet werden, weil dies den Stärkeanteil im Extrakt erhöht und dies die gewünschte Wirkung eher behindert als fördert. Eibischwurzelextrakt wirkt lokal. Daher sind bei gereizten Schleimhäuten im Rachen kleine Mengen langsam zu trinken. Vor dem Schlucken sollte mit dem Extrakt der hintere Mundraum sanft gespült werden.




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