Das Hören lauter Musik aus MP3-Playern kann mitunter zu dauerhaften Gehörschäden und gar zum vollständigen Gehörverlust führen. Die Europäische Kommission hat deshalb ein sogenanntes Normungsgremium beauftragt, neue technische Sicherheitsstandards für die mobilen Musikgeräte auszuarbeiten. Diesen Artikel weiter lesen
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Eine unbedenkliche Lautstärke soll künftig die Standardeinstellung der Geräte sein. Sie dürfte beim Einschalten also nicht überschritten werden. Bei der Festlegung muss sowohl die Lautstärke selbst als auch die Länge des Musikgenusses berücksichtigt werden. Bei 80 dB(A) ist es demnach der Gesundheit am förderlichsten, wenn der Hörgenuss auf maximal 40 Stunden pro Woche begrenzt wird. Bei 89 dB(A) sollte er fünf Stunden pro Woche nicht übersteigen.
Neben konkreten technischen Veränderungen am Gerät sollen die Verbraucher künftig auch Warnhinweise erhalten. Die Warnungen würden auf die Risiken von lauter Musik aufmerksam machen. Sie könnten beispielsweise direkt im Display erscheinen oder als Zusatzetikett beziehungsweise -aufkleber auf dem Musik-Player angebracht werden. Zudem müssten auch Kopfhörer gekennzeichnet werden, damit es bei einem Austausch nicht zu abweichenden Werten käme.
Das Gremium wird in Kürze seine Arbeit aufnehmen und die Richtlinien konkret ausarbeiten. Es besteht unter anderem aus Wissenschaftlern, Industrievertretern und Verbrauchern. Bis endgültige Sicherheitsnormen für neu auf den Markt kommende Geräte gefasst sind, können bis zu 24 Monate vergehen. Die Normen sind zwar nicht verbindlich, werden dann aber zum Industriestandard erhoben. Entsprechende Produkte gelten als unbedenklich, andere müssen kostenaufwändige Einzeltests über sich ergehen lassen.
Bis zu zehn Millionen Bürger in den EU-Mitgliedsstaaten sind Schätzungen zufolge gefährdet, Gehörschäden zu erleiden. Sie hören regelmäßig mehr als eine Stunde täglich laute Musik. Dies geschieht vor allem auf verkehrsreichen Straßen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, besonders betroffen sind junge Menschen.




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