Rom wurde nicht an einem Tag gebaut. Aber für ein 3D-Modell des heutigen Roms brauchten geschickt programmierte Computer nur einen Tag. Ihr Trick: Sie nutzten 150 000 Touristenbilder von der Foto-Website flickr.com. Alle waren mit dem Stichwort "Rome" oder "Roma" versehen. Diesen Artikel weiter lesen
Forscher der US-amerikanischen University of Washington haben die Software entwickelt, mit der sich die Millionen und Abermillionen Fotos auf einschlägigen Portalen nutzen lassen. Das Programm analysiert die Bilder, sucht nach Überschneidungen und setzt so die Stadt Haus für Haus zusammen.
Neben Rom haben die Forscher bisher auch Venedig und die kroatische Hafenstadt Dubrovnik als 3D-Modell erzeugen lassen. Für Venedig nutzte die Software 250 000 Fotos. Ein Netz von 500 Computern rechnete 65 Stunden, bis das Modell fertig war. Im Oktober wollen die Forscher ihr Programm auf der "International Conference on Computer Vision" im japanischen Kyoto vorstellen.
Verschiedene Anwendungen stellen sich die Wissenschaftler vor: Online-Karten können plastisch werden, Städte für 3D-Games lassen sich automatisch erzeugen, und Denkmalpfleger können bei der Erhaltung alter Viertel unterstützt werden.
Eine frühere Version der Software namens Photo Tourism wurde im Jahre 2006 an Microsoft lizenziert. Seitdem steht sie unter dem Namen Photosynth zum freien Download bereit. Mit ihr lassen sich einzelne Gebäude am Computer rekonstruieren.




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