Durchfall und Lungenentzündung sind die zwei häufigsten Todesursachen bei Kindern in Entwicklungsländern. In vielen Fällen kommt Mangelernährung als Ursache hinzu. Auch Malaria und HIV/Aids kosten jedes Jahr viele Kinder das Leben. Jährlich sterben an den größtenteils vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten weltweit 8,8 Millionen Kinder. Diesen Artikel weiter lesen
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Dabei sind die Überlebenschancen der Kleinen in Ländern wie Indien, Nigeria und der Demokratische Republik Kongo seit 1990 kontinuierlich gestiegen. Laut der UNICEF sank die durchschnittliche Sterblichkeitsrate von 90 Kindern pro tausend Geburten im Jahr 1990 auf 65 tote Kinder im Jahr 2008. Das entspricht einem Rückgang um 28 Prozent beziehungsweise 10 000 toten Kindern pro Tag weniger.
Trotz dieser Verbesserung gibt es immer noch zu viele Opfer. Zudem sind die regionalen Unterschiede hinsichtlich der Überlebenschancen von Kindern gewaltig: 93 Prozent aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren werden in Afrika und Asien registriert. In einzelnen Ländern wie Südafrika ist die Sterblichkeit sogar seit 1990 gestiegen. Verantwortlich dafür ist unter anderem die verheerende Aids-Epidemie; in Südafrika leben weltweit die meisten HIV-infizierten Frauen.
Dennoch hält die internationale Gemeinschaft an ihrem Ziel fest, bis 2015 die Kindersterblichkeit weltweit um zwei Drittel im Vergleich zu 1990 zu verringern. Dafür gibt es bereits positive Beispiele wie etwa Malawi. Dem Entwicklungsland wird es voraussichtlich gelingen, die Kindersterblichkeit um zwei Drittel bis 2015 zu senken. Überdurchschnittlich gute Entwicklungen werden zudem aus Ländern wie Nepal, Bangladesch, Eritrea, Laos, der Mongolei und Bolivien gemeldet.
Die Fortschritte sind auf verschiedene Maßnahmen zurückzuführen. Neben einem verbesserten Impfschutz gegen Krankheiten wie Masern, wurde den Kindern Vitamin A verabreicht und der Einsatz imprägnierter Moskitonetze zum Schutz vor Malaria verstärkt. So schlafen heute in Malawi rund 25 Prozent der Kinder unter fünf Jahren unter einem Moskitonetz, im Jahr 2000 waren es erst drei Prozent. Einen guten Beitrag leistet ferner die Aufklärung der Bevölkerung über bessere Hygiene.




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