Vielen Anwendern reicht die Internetnutzung allein nicht. Gleichzeitig hören sie beispielsweise Radio, blättern in einer Zeitschrift oder sehen fern. Auch das gleichzeitige Lesen eines Textes einer Internetseite und das Anhören eines Tonbeitrags (Podcast) einer anderen gilt als zeitgleicher Konsum zweier Medien. Obwohl dieses "Multitasking" sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich immer häufiger zu finden ist, hat es doch Nachteile. Denn wie es scheint, beschäftigt sich das Gehirn beim Multitasking nach einem Aufgabenwechsel immer noch eine Weile mit der vorherigen Tätigkeit. Das hat nun das Team um Eyal Ophir von der US-amerikanischen Stanford University in einer Studie belegt. Diesen Artikel weiter lesen
Ähnliche Fotos/Videos
Das Hauptaugenmerk haben die Wissenschaftler darauf gerichtet, wie gut sich die Probanden auf eine bestimmte Aufgabe konzentrieren konnten. Hierfür haben sie geübte "Multitasker" und Menschen, die meist nur mit einem Medium arbeiten, analysiert. Obwohl die Multitasker bei der gleichzeitigen Bearbeitung mehrere Medien besser abgeschnitten haben als die anderen Probanden, waren sie weniger gut dazu in der Lage, unwichtige Fakten auszufiltern. Zudem ist es ihnen schwerer gefallen, zwischen verschiedenen Aufgaben zu wechseln. Dagegen waren die Nicht-Multitasker unempfänglicher für Ablenkungen.
Gänzlich geklärt ist derzeit noch nicht, ob die Verluste bei der Aufmerksamkeit durch das Multitasking hervorgerufen werden oder ob Menschen, die sich grundsätzlich nicht so gut auf eine einzelne Aufgabe konzentrieren können, eher den Ansatz des Multitasking wählen. Dies muss in weiteren Überprüfungen ergründet werden, erst dann können die Auswirkungen der gleichzeitigen Nutzung mehrerer Medien auf die Arbeit geklärt werden. Ihre Forschungsergebnisse haben die Experten jetzt in der Fachzeitschrift "PNAS" (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America) veröffentlicht.




Eine an Depressionen leidende Kanadierin erhält von der Versicherung ihres Arbeitgebers keine finanziellen Leistungen mehr. Grund dafür sind Fotos in ihrem Facebook-Profil, die sie glücklich zeigen.
Flusspferde töten Krokodil