Teheran (AP) Italien soll offenbar einen iranischen Satelliten ins All bringen, nachdem Russland den Transport jahrelang verzögert hat. Als Starttermin nannte der iranische General Mahdi Farahi am Dienstag einen Zeitpunkt nach März 2011. Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr vermeldete den überraschenden Wechsel der Transportnation, eine Bestätigung aus Rom gab es zunächst nicht. Diesen Artikel weiter lesen
Der Satellit, eine iranisch-italienische Gemeinschaftsproduktion, war schon vor vier Jahren der Öffentlichkeit präsentiert worden. Er soll drei Jahre lang in niedriger Umlaufbahn kreisen und die Datenkommunikation erleichtern. In israelischen Medien wurde spekuliert, es handele sich um einen Spionagesatelliten.
2005 hieß es, der Satellit werde noch im selben Jahr von einer russischen Rakete ins All befördert. In den vergangenen Monaten war der Unmut des Irans über die Verzögerungen von russischer Seite lauter geworden. «Vor langer Zeit haben unsere Wissenschaftler einen Kommunikationssatelliten gebaut, aber einige Länder blockieren den Start», klagte Mahmud Ahmadinedschad im Februar. Eine Anspielung auf den Druck der USA auf Russland, das Projekt platzen zu lassen.
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