Dresden (AP) Im Prozess um die tödliche Messerattacke auf eine Ägypterin sollen heute (09.30 Uhr) die Plädoyers gesprochen werden. Es wird erwartet, dass die Staatsanwaltschaft vor dem Dresdner Landgericht eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes beantragen wird. Danach werden die Schlussvorträge von Nebenklage und Verteidigung erwartet. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, die Ägypterin Marwa El-Sherbini am 1. Juli in dem Dresdner Gericht aus Fremdenhass niedergestochen und ihren Mann lebensgefährlich verletzt zu haben. Diesen Artikel weiter lesen
Der 28-Jährige hatte das Verbrechen gestanden. Er bestritt aber, die Tat geplant und aus ausländerfeindlichen Motiven gehandelt zu haben. Er sei in Angst und Panik gewesen. Für die Nebenklage ist dies eine Schutzbehauptung. Wie die Staatsanwaltschaft ist sie überzeugt, dass der Angeklagte aus bloßem Hass auf Muslime handelte. Zeugen beschrieben ihn als Einzelgänger und verbohrten Ausländerhasser. Ein psychiatrischer Gutachter schloss eine Affekttat aus und hält den Messerstecher für voll schuldfähig. Das Urteil soll am Mittwoch fallen.
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